Presseberichte

17.07.2007

Waldbegehung im Großheubacher Gemeindewald

Großheubach. Eingehend informierten sich Gemeinderäte, Vertreter der Jagdgenossenschaft und die Jagdpächter über die Zustände im Großheubacher Gemeindewald. Dieser wird in einem bundesweit einzigartigen Modell von der Kirchzeller Firma Hess forstlich betreut. Unter Führung von Mathias Geisler und Bürgermeister Günther Oettinger wurden die Abteilung "Lachenthal" und der Oberwald am Aulbachsweg eingehend inspiziert.

Waldbegehung in Großheubach

Vor Ort erläuterte Geisler die durchgeführten Maßnahmen und die Zielsetzung für die einzelnen Abteilungen. Wie eine gelungene Verjüngung aussieht wurde im Lachenthal deutlich. Die Konkurrenzvegetation wie Heidelbeere, Brombeere oder Gräser werden verdrängt so dass der Boden mit ein- und zweijährigen Eichen und Buchen bedeckt ist. Beim Einschlag zurückgelassenes Kronenmaterial dient zudem als Spechtsnahrung. Die Knospen dieser Kronen dienen dem Rehwild als Verbissersatz. An einem weiteren Standort wurden protzige Bäume wegen ihrer Schönheit aber auch für den Naturschutz erhalten. Von einer extensiv ausgerichteten Pflege verspricht man sich besseres Stammholz. Allerdings muss durch gegenseitige Beschattung astfrei werden. Es gibt Stellen, die für die dort wachsenden Fichte ungeeignet sind. An ihrer Stelle wurden Traubeneichen gepflanzt, sie erweisen sich als stabil und vital, allerdings ist wegen des Verbisses eine Zäunung nötig.

Die Nachhaltigkeit über Generationen hinweg erfuhren die Teilnehmer der Begehung am Aulbachsweg. Markierte Bäume werden dort durch die Entnahme von Konkurrenzbäumen gefördert. Als geästete Bäume sollen sie einmal, vielleicht in 60 Jahren, Geld einbringen. Auf jeden Fall ist dort eine Nutzung als Brennholz möglich, hier können Selbstwerber die unter den Kronen der Zukunftsbäume einwachsenden Stämmchen als Brennholz verwerten.

Bote vom Untermain - Verfasser: Peter Müller

Zuletzt geändert am: 04.10.2011 um 20:26

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