Presseberichte

19.06.2011

Revierbetreuung in Großheubach - Startschwierigkeiten sind überwunden

Waldbegang: In Großheubacher soll gesunder Mischwald noch intensiver zur Wertschaffung und -erhaltung beitragen

Großheubach Zufriedenstellend hat sich der Waldbau im gemeindeeigenen Wald entwickelt. Seit sechs Jahren sind alle forstlichen Aufgaben der Kirchzeller Firma Hess Forstbetriebe übertragen. Firmenchef Karl Heinz Hess sagte bei der Waldbegehung des Gemeinderates am Freitag, dass anfängliche Schwierigkeiten jetzt überwunden seien. Man befinde sich in Bezug auf die Zielsetzung auf gutem Weg.

Waldbegehung in Großheubach - Fa. Interforst und der Gemeinderat in Großheubach
Mit großem Interesse nahmen die Teilnehmer der Waldbegehung des Gemeinderates die Ausführungen von Mathias Geisler (Vierter von links) auf. Foto: Peter Müller

Zufriedener Forstdirektor

Neben der Wirtschaftlichkeit soll ein gesunder Mischwald noch intensiver zur Wertschaffung und -erhaltung beitragen. Ebenso zufrieden äußerte sich Forstdirektor Walter Adamek vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der Miltenberger Außenstelle obliegt die Überwachung des Waldbaus in diesem Bereich.
Mathias Geisler ist für die ordentliche Durchführung durch die Hess Forstbetriebe verantwortlich. Er zeigte an verschiedenen Bildern die Situation im Wald auf. Am Rülesberg wurde der Zustand des Waldes ermittelt, die Altdurchforstung soll mittels Naturverjüngung das Aufkommen der Bäume verbessern. Zum Erreichen eines guten Mischbestandes wird Nadelholz stärker entnommen und der Laubholzbestand erhöht.
In der Abteilung Langenberg erläuterte Geisler die besondere Pflege zur Förderung sogenannter Z-Bäume, die er in gleichbleibender Distanz alle acht Meter markiert hatte. Zweierlei Maßnahmen wurden in den Ausgleichflächen zum Baugebiet Dammäcker getroffen. In einem bis dahin reinen Kiefernbestand wurde diese Baumart intensiv entnommen und unter dem verbleibenden Schirm 950 Stück Traubeneichen mit Einzelschutz eingebracht.

Kiefernbestand reduziert

Ein weiterer Bereich war bisher mit 65 Prozent Kiefern, 25 Prozent Eichen und zehn Prozent Rotbuche bewachsen. Zur Förderung der Naturverjüngung wurde eine Zäunungsfläche von 2500 Quadratmetern angelegt. Diese wird voll als Ausgleichsfläche angerechnet. Zudem wurde der Kiefernbestand über das Maß der Forsteinrichtung zugunsten des Laubholzes auf 18 Prozent reduziert.
Bürgermeister Günter Oettinger begrüßte es besonders, dass bei der Waldbegehung die Revierinhaber mit ihren Jägern in großer Anzahl teilnahmen.
Die Verantwortung liege bei allen Beteiligten. Man müsse unter dem Gesichtspunkt des Waldbaus die Reviere betrachten und für einen ausgewogenen Wildbestand sorgen.

Quelle: Bote vom Untermain / Main-Echo - Autor: Peter Müller
 

Zuletzt geändert am: 04.10.2011 um 20:20

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