Presseberichte

04.12.2008

Motorsägenlehrgang der Interforst GmbH für Brennholzselbstwerber

Motorsägenkurs der Interforst GmbHDie Hess Forstbetriebe aus Kirchzell, die den Großheubacher Gemeindewald bewirtschaftet und betreut, hat jetzt einen solchen Lehrgang unter Verantwortung ihres Mitarbeiters Mathias Geisler durchgeführt. Er ist Diplomingenieur (FH) für Forstliche Belange. Für die Berufsgenossenschaft stellte Ulrich Balling-Eirich bei der theoretischen Ausbildung im Feuerwehrhaus der Marktgemeinde am Donnerstagabend all die Maßnahmen vor, die geeignet sind Unfälle zu vermeiden. Eindringlich warnte er davor beim Holzmachen allein zu sein. Auch sollte man sich das Umfeld genau merken, um Hilfe herbei rufen zu können. Zweckdienlich dabei sind die markierten Wegpunkte der Rettungsleitstelle Forst.

Eine geeignete Ausrüstung ist dringend erforderlich. Vor allem dienen Schnittschutzhose und Schuhmaterial mit Schnittschutz der Unfallverhütung. Der mit Sichtschutz und Gehörschutz ausgerüstete Helm dient schützt zudem vor herab fallenden Ästen.

Im praktischen Teil am Samstag machte ein erfahrener Forstwirt die Lehrgangsteilnehmer mit dem wichtigsten Gerät Motorsäge bekannt. Er demonstrierte und erklärte die einzelnen Teile und erläuterte ihre Funktion. Der Pflege des Arbeitsgerätes kam dabei besondere Bedeutung zu. Der Zustand von Verschleißteilen gibt Auskunft über ihre Funktionsfähigkeit. Gegebenenfalls müssen sie vor dem Einsatz ausgetauscht werden. Beim Wechsel der Kette sollten Handschuhe getragen werden. Das führende Schwert wird bei diesem Arbeitsvorgang stets gedreht, das verlängert seine Haltbarkeit. Auf Sauberkeit in der Führungsrille ist dabei besonders zu achten. Eine zu lockere Kette kann das Schwert unbrauchbar machen, deshalb ist stets auf die richtige Kettenspannung zu achten.

Vorgestellt wurden verschiedene Fälltechniken. Zunächst muss die Fällrichtung festgelegt werden. Der Gefahrenbereich, zweimal Baumlänge, ist zu beachten und eventuell sogar mit Trassierband und Sicherungsposten zu sichern. Der Arbeitsbereich wird von Hindernissen befreit, das benötigte Werkzeug befindet sich in greifbarer Nähe. Außerdem muss ein Rückzugsbereich für den Arbeitenden ermöglicht sein. Erst dann wird die Fällkerbe geschnitten. Sie sollte ein Fünftel bis ein Drittel des Baumdurchmessers betragen. Von der rückwärtigen Seite wird eingeschnitten, gekeilt, ein Warnruf abgesetzt, bevor die Schnittführung bis zur Bruchleiste erfolgt. Ein weiterer Warnruf signalisiert das Fallen des Baumes. Dies bewirkt der Keil, der mit einigen Schlägen tiefer in den Schnitt getrieben wird.

Mit praktischen Übungen, wie das sachgerechte Einstechen der Motorsäge und ihre richtige Schnittführung beim Baumfällen, wurde das Gezeigte vertieft. Normal gewachsene Bäume bedürfen einer anderen Schnittführung als überstarke Bäume. Vorhängende Bäume werden anders angegangen als rückhängende. Das gleiche gilt für die Abweichung nach links oder rechts.

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Zuletzt geändert am: 05.12.2008 um 21:21

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