Presseberichte

15.06.2005

Auf der Suche nach dem Neuen

An der Spitze der Entwicklung öffnen sich neue Märkte

Forstservice, Holzhandel, Gartenservice – die drei Firmen des Kirchzellers Karlheinz Hess sind nicht nur allesamt erfolgreich. Ihren Erfolg verbindet eine Gemeinsamkeit, das ist die Agilität des Chefs. Sein Erfolgsrezept: „Ich bin immer auf der Suche nach dem Neuen. Denn wo sich neues entwickelt, wachsen die Chancen wie von selbst gleich mit.“
 

Da ist das Beispiel Forstwirtschaft. Hier haben sich seit der Umstrukturierung des Bayerischen Waldgesetzes gravierende
Änderungen für den Privat- und Kommunalwald ergeben. Die erläutert Karlheinz Hess so: „Früher wurden die Wälder von Staatsbeamten betreut. Jetzt können private Firmen diese Wälder betreuen. Das neue ist also, dass nun die komplette Bewirtschaftung und auch die forstliche Verantwortung in den Händen des Pächters liegt. Das betrifft die Holzauszeichnung für den Einschlag ebenso gut wie die
Waldpflege und alle Waldarbeiten.“

Karlheinz Hess hat dazu ein eigenes Bewirtschaftungsmodell entwickelt, das derzeit in Großheubach umgesetzt wird.

Großheubach verpachtet seinen Wald


Karlheinz Hess
Karlheinz Hess:
„Mit einer Holzbörse wollen wir Holz noch gezielter vermarkten.“
Ursprung der Firma Hess:
die Zapfenpflückerei.
 
Die Gemeinde hat als eine der ersten in Unterfranken seine kommunale Forstbetreuung komplett an einen privaten Bewirtschafter abgegeben – an Karlheinz Hess und zu einem Festpreis in Form einer
Pacht. Karlheinz Hess: „Für die Gemeinde ist das von großem Vorteil.
Es gibt nur noch eine Kontrolle, Großheubach hat über die Pachtdauer von zehn Jahren keinen Aufwand mehr mit seinem Wald und hat, ebenfalls anders als früher, garantierte Einnahmen.
Das volle wirtschaftliche Risiko trägt der Pächter. Ob der Wald nachhaltig wirtschaftlich gepflegt wird, das hängt also ganz maßgeblich von der Kompetenz des Pächters ab.

Als bundesweit tätiger Forstdienstleister haben wir diese Kompetenz und sind zudem bereit, der neuen Form der Waldbewirtschaftung auch mit neuen Ideen und neuen Wegen zu begegnen. Denn Wirtschaftlichkeit im Forst, die hängt inzwischen ganz entscheidend davon ab, auf neue Art an die Arbeiten heranzugehen und innovative Vermarktungskonzepte einzuführen.

Wir werden modernste Technik in den Wald hineinbringen, vom Harvester bis zur GPS kontrollierten Holzabfuhr, wozu wir den gesamten Gemeindewald Großheubach digitalisieren werden. Wir werden das „just in time“-Prinzip, das in der Industrie längst gang und gäbe ist, auch auf den Einschlag und die Holzaufbereitung anwenden - soweit
dies von Natur aus möglich ist. Und wir denken an das Waldsponsoring durch bestimmte Partnerfirmen als eine ebenfalls grundsätzlich neue Idee in der Forstwirtschaft.“ All diese Konzepte sind natürlich schwer umzusetzen und werden von der Branche kritisch beäugt.

Holz aus dem Odenwald für China

Was Karlheinz Hess Sicherheit in seinen innovativen Konzepten gibt, das sind nicht zuletzt auch seine internationalen Beobachtungen, die er in seinen Kontakten mit seiner Firma Interforst macht. Die betreibt einen weltweiten Holzhandel. So exportiert Interforst derzeit Holz nach Asien, besonders nach China, Indien und Korea.
„Aus den ehemaligen Schwellenländern sind inzwischen längst Industrieländer geworden,“ sagt Karlheinz Hess, „die benötigen außer Stahl und Energie auch mehr Holz. Sowohl Bauholz, als auch Furnierholz, also Möbelholz..“ Geliefert wird dieses Holz als so genanntes Rundholz im Container. Diese werden zunächst auf Binnenschiffe verladen und dann, jeweils nach Frachtkosten, über Hamburg, Rotterdam oder Antwerpen verschifft. Nach Shanghai dauert das sechs Wochen. „Das Bauholz wurde früher zumeist in Neuseeland gekauft. Aber dort ist die Konjunktur jetzt sehr gut, weswegen sie ihr Holz selbst benötigen,“ erklärt Karlheinz Hess die Hintergründe.

Holzbörse im Internet

„Über unsere Holzbörse wollen wir künftig Holz in noch größeren Mengen und noch gezielter Vermarkten. Dazu soll das Holz, das ja in verschiedenen Sortimenten gehandelt wird, gerade über das Internet noch schlagkräftiger, noch sortimentsbezogener vermarktet werden. Dann können wir die Absprachemengen ganz gezielt auszeichnen, einschlagen, rücken und transportieren – alles `just in time´.“ Ähnliche
Waldbewirtschaftungs- und Holzhandelsstrukturen gibt es auch im „Mutterland der Waldarbeit“, in Schweden.
„Wir lernen gerne auch von anderen, z. B. den Schweden, die eine ganz andere Art der
Waldbewirtschaftung als wir praktizieren. Dort hat unsere Firma Interforst seit einiger Zeit auf Einladung der schwedischen Firma Södra und bis zum Ende diesen Jahres einen Werkvertrag abgeschlossen,“ sagt Karlheinz Hess. Er betrachtet es für sich als einen Anschauungsunterricht, um im internationalen Firmengeschäft besser bestehen zu können. Schulungen speziell in der maschinellen Holzernte, z. B. den in Schweden ganz selbstverständlichen Vollerntesystemen.

Lust auf Garten

Karlheinz Hess hat aus purer Gestaltungslust einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb gegründet
und in der Region inzwischen gut etabliert. Besonders die höherwertigen Gärten und deren anspruchsvolle Gestaltung mit Pflanzen, Natursteinen, Accessoires, Licht- und Wassertechnik haben es ihm angetan. Ein wahrhaft „biblisches Gartendesign“ entsteht derzeit in Amorbach im Zuge der Umgestaltung der bischöflichen Therese-Gerhardinger-Realschule.

Fa. Hess, die dort die Außenanlagen gestaltet, hat sich dazu etwas ganz besonderes einfallen lassen: „Die Schule ist in kirchlicher Trägerschaft und hat einen Erziehungsauftrag für junge Menschen – da lag es nahe, die Anlagen mit ebenso deutlichem wie modernen Bibelbezug zu gestalten, worin jeder Betrachter ab der Eröffnung der Schule Anfang November für sich lesen kann.“
 

Die Firma Hess hat sich durch Bau und Pflege hochwertiger Gartenanlagen in der Region einen Namen gemacht


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Name der Unternehmungen: Dienstleistungen / Produkte:
Hess Forstservice & Holzvermarktung
Interforst GmbH
Hess Gartenservices

 

Hess Forstservice & Holzvermarktung:
Aufforstung, Holzeinschlag, Holztransport,
Holzvermarktung und vieles, vieles mehr
(www.hess-forst.de)

Hess Gartenservices:
Beratung, Planung, Ausführung und Pflege – alles zur Verwirklichung von individuellen Gartenträumen.
(www.greendesign-gmbh.de)

Interforst GmbH:
maschinelle Holzaufarbeitung,
Holzvermarktung,
Revierbetreuung
(www.interforst.net)
 

Gründung des Stammunternehmens:

1965 durch Rudolf Hess

 

Mitarbeiteranzahl:


35 in allen Unternehmen

(Der Artikel wurde veröffentlicht in der Zeitschrift "Mutmacher" des NEWS-Verlages im Juni 2005

Zuletzt geändert am: 22.11.2009 um 18:27

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